
Die Haut spannt, schuppt und juckt — und ausgerechnet im Gesicht lässt sich das kaum verbergen. Neurodermitis (atopisches Ekzem) verläuft in Schüben: manchmal ist die Haut wochenlang ruhig, dann zeigen sich plötzlich gerötete, raue Stellen an den Augenlidern, um den Mund, in den Mundwinkeln oder entlang des Haaransatzes. Viele Betroffene trauen sich in solchen Phasen fast nichts mehr aufzutragen, aus Sorge, alles noch zu verschlimmern. Das ist verständlich — doch gerade eine ruhige, reizarme Pflege macht oft den Unterschied zwischen einer ständig aufflammenden und einer spürbar entspannteren Haut. In diesem Beitrag lesen Sie, was in der Haut passiert, was Sie tun und besser lassen sollten und welche Declaré-Produkte zu einer empfindlichen, ekzemneigenden Gesichtshaut passen.
Was in der Haut passiert
Neurodermitis ist eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung, bei der die Hautbarriere nicht richtig funktioniert. In der obersten Hautschicht fehlen Substanzen, die Feuchtigkeit binden und die Zellen wie ein Kitt zusammenhalten. Die Folge: Feuchtigkeit verdunstet schneller, die Haut trocknet aus und wird rau. Gleichzeitig dringen äußere Reize — Seifenreste, Duftstoffe, Wind, Kälte, Staub — leichter ein. Das Immunsystem der Haut reagiert mit Rötung, Juckreiz und manchmal kleinen Einrissen. Kratzen schädigt die Barriere zusätzlich, der Juckreiz kehrt zurück: der bekannte Juck-Kratz-Kreislauf. Wichtig: Diagnose und Behandlung gehören in die Hände Ihrer Hausärztin oder Hautärztin. Pflegekosmetik heilt Neurodermitis nicht, kann die Haut aber dabei unterstützen, weniger reizbar zu werden und Feuchtigkeit besser zu halten — vor allem in ruhigeren Phasen und auf der Haut rund um die betroffenen Stellen.
Warum das Gesicht besonders empfindlich ist
Die Gesichtshaut ist dünner als die Haut an Armen oder Beinen, an den Augenlidern ist sie am dünnsten. Dazu kommt, dass das Gesicht das ganze Jahr über Wind, Kälte, trockener Heizungsluft, Klimaanlagen und UV-Strahlung ausgesetzt ist. Wir reinigen das Gesicht häufiger als den restlichen Körper und verwenden dort mehr Produkte: Make-up, Sonnenschutz, manchmal aktive Wirkstoffe. Jedes zusätzliche Produkt ist eine zusätzliche Möglichkeit für eine Reaktion. Und wir berühren unser Gesicht unbewusst dutzende Male am Tag. Das erklärt, warum die Beschwerden gerade hier oft besonders hartnäckig sind — und warum Vereinfachen so viel bringt.
Was möglich ist: die Grundregeln einer reizarmen Routine
Weniger ist mehr. Eine kurze Routine mit gut verträglichen Produkten bringt mehr als zehn Produkte, die die Haut immer wieder auf die Probe stellen. Wählen Sie Formulierungen, die dermatologisch an empfindlicher Haut getestet sind und die Barriere unterstützen, statt sie zu entfetten. Reinigen Sie mit lauwarmem statt heißem Wasser, tupfen Sie die Haut mit einem weichen Handtuch trocken, statt zu reiben, und tragen Sie die Pflege auf die leicht feuchte Haut auf: So schließen Sie vorhandene Feuchtigkeit ein. Regelmäßigkeit wirkt besser als intensive Aufholjagden — zweimal täglich konsequent pflegen bringt mehr als einmal wöchentlich eine reichhaltige Kur. Führen Sie neue Produkte einzeln ein und testen Sie sie drei bis fünf Tage an einer ruhigen Hautstelle, etwa in der Ellenbeuge oder hinter dem Ohr. Und vergessen Sie den Sonnenschutz nicht: UV-Strahlung belastet eine geschwächte Barriere zusätzlich.
Was Sie besser lassen
Verzichten Sie auf heißes Wasser im Gesicht, Peelings mit Schleifkörpern, Reinigungsbürsten und alles, was mechanisch scheuert. Stark parfümierte Produkte, alkoholreiche Gesichtswasser und intensive ätherische Öle sind bei ekzemneigender Haut selten eine gute Idee. Hoch dosierte Fruchtsäuren oder Retinol lassen Sie während eines Schubs stehen; heben Sie sie für ruhige Phasen auf und sprechen Sie im Zweifel mit einer Kosmetikerin oder Hautärztin. Wechseln Sie Ihre Routine nicht jede Woche — die Haut braucht Zeit, um zu zeigen, ob etwas funktioniert. Und kratzen Sie nicht: Kühlen, Tupfen oder das Gesicht kurz in Ruhe lassen hilft besser, als dem Juckreiz nachzugeben.
Eine Routine in vier Schritten
1. Reinigen: abends mild reinigen, um Make-up, Sonnenschutz und Staub zu entfernen; morgens genügt oft lauwarmes Wasser oder eine kurze, sanfte Reinigung. 2. Beruhigen: bei Bedarf ein leichtes, beruhigendes Serum auf die gereinigte Haut. 3. Pflegen: eine Creme, die Feuchtigkeit bindet und die Barriere unterstützt — morgens und abends, auch an ruhigen Tagen. 4. Schützen: tagsüber Sonnenschutz, abgestimmt auf empfindliche Haut. Mehr braucht die Basis nicht.
Welche Declaré-Produkte passen hierbij
Declaré wurde 1978 als erste Marke gegründet, die sich vollständig der empfindlichen Haut widmet. In jedem Produkt steckt der SRC™-Komplex (Sensitivity Reducing Complex), der die Reizbarkeit der Haut senkt und die Hautbarriere stärkt. Produziert wird in der Schweiz nach pharmazeutischen Richtlinien, alle Produkte sind dermatologisch an empfindlicher Haut getestet.
Declaré Soft Cleansing
Die Reinigung ist bei ekzemneigender Haut der wichtigste — und meist unterschätzte — Schritt. Dieser milde Reiniger aus der Soft Cleansing-Linie entfernt Make-up, Sonnenschutz und Alltagsschmutz, ohne die Haut auszulaugen. Für wen: alle mit trockener, spannender oder schnell geröteter Gesichtshaut. Anwendung: abends auf der trockenen oder leicht feuchten Haut aufmassieren, mit lauwarmem Wasser oder einem weichen Tuch abnehmen und die Haut trockentupfen. Declaré Soft Cleansing ansehen
Declaré Skin Meditation
Ein Hero aus der Stress Balance-Linie, entwickelt für die gereizte, gestresste und schnell gerötete Haut. Die Creme beruhigt spürbar und schenkt der Haut Ruhe, ohne schwer aufzuliegen. Für wen: eine Gesichtshaut, die auf Stress, Kälte, Wind oder zu viele Produkte reagiert. Anwendung: dünn auf die gereinigte Haut auftragen, morgens und/oder abends; an unruhigen Tagen als einzige Pflege. Declaré Skin Meditation ansehen
Declaré Daily Moisture Treatment
Eine feuchtigkeitsspendende Tagespflege für die feuchtigkeitsarme Haut, die hilft, den Feuchtigkeitsgehalt zu halten und so Trockenheitsgefühl und Schüppchen sichtbar zu mindern. Für wen: ein Gesicht, das nach der Reinigung spannt oder im Winter rau wird. Anwendung: morgens auf die leicht feuchte Haut, gern über einem beruhigenden Serum; in trockenen Innenräumen bei Bedarf auch abends. Declaré Daily Moisture Treatment ansehen
Häufig gestellte Fragen
Darf ich bei Neurodermitis im Gesicht überhaupt eine Gesichtscreme verwenden?
Ja, eine gut verträgliche Creme ist meist sogar sinnvoll: Sie hilft, Feuchtigkeit zu halten, und unterstützt die Hautbarriere. Wählen Sie eine reizarme Formulierung, die dermatologisch an empfindlicher Haut getestet ist, tragen Sie sie auf die leicht feuchte Haut auf und nutzen Sie sie regelmäßig. Während eines akuten Schubs folgen Sie zuerst dem Rat Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes.
Verschwindet Neurodermitis durch die richtige Pflege?
Nein. Neurodermitis ist eine chronische Erkrankung, die in Schüben verläuft; Pflege heilt sie nicht. Möglich ist aber: die Haut weniger reizbar machen, Austrocknung verringern und die Barriere unterstützen, sodass sich die Haut ruhiger anfühlt und ebenmäßiger aussieht. Für Diagnose und Behandlung wenden Sie sich an Hausärztin oder Hautarzt.
Wie finde ich heraus, ob meine Haut ein neues Produkt verträgt?
Testen Sie immer nur ein neues Produkt. Tragen Sie drei bis fünf Tage eine kleine Menge auf eine ruhige Hautstelle auf, zum Beispiel in die Ellenbeuge oder hinter das Ohr, und achten Sie auf Rötung, Juckreiz oder Brennen. Bleibt die Haut ruhig, können Sie das Produkt vorsichtig in Ihre Gesichtsroutine aufnehmen.
Sie möchten weiterstöbern? Auf der Markenseite von Declaré finden Sie das gesamte Sortiment. Besonders für allergieempfindliche oder schnell gereizte Haut lohnt ein Blick auf Allergy Balance und Stress Balance; für die tägliche Basis auf Reinigung & Toner und Tagescreme. Wenn Sie unsicher sind oder die Beschwerden zunehmen, lassen Sie sich bitte von einer Fachperson oder ärztlich beraten.









